Bankclubs: Interesse vor allem bei Frauen

Im Kreditgewerbe sind Kundenclubs zwar noch die Ausnahme. Fast jeder zweite Kunde (45,5 Prozent) wäre jedoch bereit, einem Bankclub beizutreten. Dieses Ergebnis einer Umfrage der CMI Consulting Management Institute Ossig GmbH, Bodenheim, deckt sich etwa mit den Erfahrungen der Haspa: Hier haben sich etwa 40 Prozent der Kunden für eines der „Joker“-Pakete rund ums Girokonto entschieden. Wichtigste Leistungen von Kundenclubs sind aus Sicht der Befragten

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Generell sind Frauen an Bankclubs stärker interessiert als Männer. 80 Prozent von ihnen wünschen sich günstige Sondertarife. Bei den Männern dagegen sind dies nur 68,0 Prozent. Zusatzleistungen sind darüber hinaus vor allem von den jüngeren Kunden gefragt. In der Altersgruppe der 17- bis 29-jährigen wünscht sich etwa jeder Zweite solchen „Mehrwert“. Bei den über 65-jährigen dagegen ist es nur noch gut jeder Fünfte.

Am wenigsten Interesse an Bankclubs hat der Umfrage zufolge das gehobene Kundensegment. Während Kunden mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 1500 bis 2500 Euro sich in erster Linie für vergünstigte Tarife, Tickets und das Clubmagazin interessieren, verlagert sich das Interesse bei den Spitzenverdienern von 2500 Euro mehr auf Workshops, Seminare und Wettbewerbe. Inwieweit auch diese Klientel von Kundenbindungsprogrammen angesprochen werden kann, ist aber sicher auch eine Frage der Ausgestaltung, wie das erfolgreiche Beispiel des USB Key Club zeigt. Hier profitieren vor allem die vermögenden Privatkunden von den Clubleistungen.